Nächtliche Unruhe, Grübeleien und das Gefühl, einfach nicht runterzukommen – kommt dir das bekannt vor?
Wenn du vor deiner Periode regelmäßig unter Schlafproblemen leidest, liegt das nicht an dir – sondern an einem komplexen Zusammenspiel aus Hormonen, Stressreaktionen und innerer Unruhe. Gerade bei PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) zeigt sich: Dein Körper will schlafen – aber er kann es nicht.
In diesem Artikel erfährst du,
🔹 warum dein Schlaf in der zweiten Zyklushälfte so gestört ist,
🔹 welche körperlichen Mechanismen dahinterstecken,
🔹 und was du tun kannst, um wieder zur Ruhe zu kommen.
Schlaflos trotz Erschöpfung: Wenn dein Körper nicht „abschalten“ kann
Müde bist du eigentlich ständig – und trotzdem wälzt du dich nachts von einer Seite auf die andere. Gedankenkarussell, innere Unruhe, das Gefühl, nicht zur Ruhe zu kommen.
Und am Morgen? Bist du völlig zerschlagen. Dein Körper fühlt sich schwer an, dein Kopf ist wie in Watte gepackt.
Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein. Viele Frauen mit PMDS erleben in der zweiten Zyklushälfte eine deutliche Verschlechterung ihres Schlafes. Und das hat biologische Gründe – keine Einbildung.
4 Ursachen, warum PMDS deinen Schlaf stört
1. Hormonelle Turbulenzen: Dein Nervensystem im Ausnahmezustand
Kurz vor der Periode fallen Progesteron und Östrogen rasant ab – ein hormoneller „Sturzflug“, der dein Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringt.
🔸 Reizbarkeit & erhöhte Empfindlichkeit
🔸 Licht, Geräusche und sogar Gedanken wirken stärker
🔸 Du schläfst schlechter ein oder wachst häufiger auf
Stell dir vor, du fährst mit 100 km/h – und plötzlich zieht jemand die Handbremse. So fühlt sich dein Körper in dieser Phase an.
2. Serotonin- & Melatoninmangel: Wenn dein Schlafhormon nicht ankommt
In der zweiten Zyklushälfte sinkt der Serotoninspiegel – und damit auch die Melatoninproduktion, die du für erholsamen Schlaf brauchst.
🔸 Einschlafprobleme trotz Müdigkeit
🔸 Grübeleien und innere Unruhe
🔸 Leichter, unruhiger Schlaf
🔸 Intensivere Träume oder belastende Albträume
Tipp: Albträume und emotionale Trauminhalte sind bei PMDS keine Seltenheit.
In meinem Albtraum-Coaching unterstütze ich dich dabei, wiederkehrende oder belastende Träume besser zu verstehen und gezielt zu verändern – damit dein Schlaf wieder zu einer Quelle der Erholung werden kann.
Wenn du deine Träume als Zugang zu deinem inneren Erleben nutzen möchtest, können wir im idiolektischen Coaching gemeinsam deine inneren Bilder erkunden. Oft zeigen sich darin überraschende Hinweise auf das, was dich beschäftigt – und was dir wirklich guttut.
3. Deine Körpertemperatur „funkt“ dazwischen
Nach dem Eisprung steigt deine Basaltemperatur um bis zu 0,5 °C – das klingt harmlos, reicht aber aus, um deinen Schlafrhythmus zu stören. Dein Körper braucht eigentlich Kühlung, um gut zu schlafen – nicht Hitze.
🔸 Schwitzen, aber gleichzeitig frieren
🔸 Häufiges Erwachen durch Hitzeschübe
🔸 Kein tiefer, erholsamer Schlaf möglich
4. Dauerstress durch erhöhtes Cortisol
Cortisol – dein Stresshormon – ist in der zweiten Zyklushälfte oft zu hoch. Die Folge: Dein Körper bleibt im Alarmmodus.
🔸 Einschlafen fällt schwer, weil du „innerlich wach“ bist
🔸 Nächtliches Aufwachen
🔸 Morgens müder als abends ins Bett
Was du konkret tun kannst, um deinen Schlaf zu verbessern
Auch wenn du deine Hormone nicht direkt beeinflussen kannst: Es gibt effektive Hebel, mit denen du deinen Schlaf-Rhythmus wieder stabilisieren kannst.
1. Tageslicht gezielt nutzen – deine innere Uhr braucht Licht
✅ 30–60 Minuten Tageslicht am Morgen
→ reguliert deine Melatoninproduktion und hilft beim Einschlafen am Abend.
💡 Im Winter kann eine Tageslichtlampe helfen.
✅ Abends warmes, gedimmtes Licht statt Handy-Display
→ Blaulicht blockiert die Bildung von Melatonin.
✅ Verdunkelung für die Nacht
→ Lichtquellen im Schlafzimmer stören deinen Schlaf mehr, als du denkst.
2. Ernährung bewusst gestalten – für mehr Serotonin & Balance
✅ Serotonin-Booster einbauen
Haferflocken, Bananen, Eier, Lachs, Nüsse – sie fördern die Serotoninbildung.
✅ Magnesium & Omega-3
→ Stabilisieren das Nervensystem und helfen beim Einschlafen.
🚫 Verzicht auf Koffein & Zucker am Nachmittag
→ Zucker & Koffein stören deine innere Ruhe – vor allem in der Zyklus-„Sturmzeit“.
3. Deine Schlafumgebung optimieren – dein Rückzugsort zählt
✅ Raumtemperatur: 16–18°C
→ Der Körper braucht Kühlung zum Einschlafen.
✅ Atmungsaktive Bettwäsche
→ Baumwolle oder Leinen helfen gegen nächtliches Schwitzen.
✅ Beruhigende Abendrituale
→ Sanfte Musik, Lesen oder ein warmes Bad helfen dem Nervensystem, runterzufahren.
4. Bewegung zur richtigen Zeit – Stress abbauen, Schlaf fördern
✅ Täglich 20–30 Minuten Bewegung
→ Spazieren, Radfahren oder sanftes Yoga – aber nicht zu spät am Abend.
✅ Yin-Yoga oder Dehnen vorm Schlafengehen
→ Aktiviert deinen Parasympathikus – den Teil deines Nervensystems, der für Ruhe zuständig ist.
🚫 Kein intensives Training am Abend
→ Das pusht deinen Cortisolspiegel und hält dich wach.
Tipp: Wenn du das Gefühl hast, allein nicht weiterzukommen: Im Schlafcoaching schauen wir gemeinsam, was deinen Schlaf gerade stört – und was dir wirklich helfen kann, abends zur Ruhe zu finden.
Fazit: Periode, PMDS & Schlafprobleme – ein Kreislauf, den du durchbrechen kannst
Dein schlechter Schlaf in der zweiten Zyklushälfte ist kein persönliches Versagen – sondern die Folge biochemischer Prozesse. Aber: Du bist dem nicht ausgeliefert.
Mit dem richtigen Wissen, kleinen Anpassungen im Alltag und gezieltem Umgang mit deinen Träumen und Gedanken kannst du Schritt für Schritt zu mehr Schlafqualität finden.
✨ Gib dir Zeit. Dein Schlaf wird nicht über Nacht perfekt – aber mit jedem Abend, an dem du dich gut vorbereitest, kommt dein Körper wieder mehr zur Ruhe.
Suchst du Unterstützung?
In meinem Schlafcoaching schauen wir gemeinsam, was dein Körper und deine nächtlichen Bilder dir sagen wollen – besonders dann, wenn Albträume, Grübeln oder innere Unruhe dich nicht schlafen lassen.
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